Ein Bild schreibt Geschichte. Oder schreibt es sie um? Beide Bilder erzählen von Arbeit, Technik und Aufbruch. Doch nur eines davon ist ein echtes historisches Dokument.

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Du blickst zurück in eine Zeit des Umbruchs. Neue Strassen, neue Brücken, neue Möglichkeiten. Menschen stehen mitten in der Landschaft, umgeben von Werkzeugen, Fahrzeugen und Konstruktionen. Fortschritt ist sichtbar und spürbar.
Doch welches Bild zeigt Geschichte, wie sie tatsächlich stattgefunden hat? Und welches Bild zeigt eine Version davon, die so nie existierte?
Das echte Bild zeigt Arbeiter beim Bau einer Brücke.
Es ist ein historisches Foto aus dem Staatsarchiv Aargau, das Aufbruch, Ingenieurskunst und Pionierleistung symbolisiert. Moderne entsteht Schritt für Schritt. Ein Kanton wächst zusammen.
Das KI-generierte Bild greift diese Bildsprache auf und verändert sie subtil. Die Szene wirkt geordneter, weiter fortgeschritten. Die Strasse ist breit und führt den Verkehr über den Horizont bis zu fernen Zielen. Fahrzeuge und Menschen zeugen von schnellen Veränderungen.
Die KI verschiebt den Zeitpunkt. Sie zeigt nicht, was war, sondern was aus heutiger Sicht plausibel erscheint und schreibt so Geschichte um.

Das Ringier Bildarchiv, das heute im Staatsarchiv Aargau gesichert wird, umfasst rund 7 Millionen Bilder aus dem Zeitraum 1935–2000 und gilt als der grösste fotografische Bestand in öffentlicher Hand in der Schweiz.

KI-Fälschungen nehmen deutlich zu: Laut einem Bericht ist die Zahl gefälschter Selfies und KI-generierter Bilder um 58 % gestiegen.

Archivbilder aus dem Aargau sind historisch belegbar: Im Staatsarchiv Aargau werden original historische Fotografien und Dokumente zur Infrastruktur- und Verkehrs-geschichte der Region archiviert, darunter auch Materialien zum Strassen- und Brückenbau im 19. Jahrhundert.

Die Bibliothek und Archiv Aargau vereint die kantonalen Dienstleistungen der Kantonsbibliothek, des Staatsarchivs und der Bibliotheksförderung und sammelt sowie vermittelt die Geschichte und Kultur des Kantons in schriftlicher und audiovisueller Form.
Für 2026 steht das Thema „Wahrheit und Lüge“ im Fokus. Eine Auseinandersetzung damit, wie wir Wirklichkeit von Täuschung unterscheiden und wie Bilder unser Verständnis von Geschichte und Fakten prägen.
„Was, wenn Perfektion zur Norm wird und niemand mehr echt sein darf?“
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